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25.03.2025

Fahrgastservice: Kooperation mit der GAFÖG

Orientierung und Service bei Bus und Bahn - dafür sind ab sofort auch Mitarbeitende der GAFÖG in Bochum und Gelsenkirchen unterwegs. Fahrgastservice, so heißt die arbeitsmarktpolitische Maßnahme der Arbeitsförderungsgesellschaft. Dazu hat die Stadt Gelsenkirchen am Montag, 24. März 2025, folgende Presseinformation veröffentlicht:

Wieder Fuß fassen auf dem Arbeitsmarkt

Stadträtin Andrea Henze: „Arbeitsmarktpolitische Maßnahme Fahrgastservice schafft Perspektiven“

GE. Fahrgastservice – so heißt die arbeitsmarktpolitische Maßnahme, die seit Februar dieses Jahres drei Frauen und neun Männern helfen soll, im Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Andrea Henze, Vorständin für Arbeit und Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Gelsenkirchen, unterstreicht das Ziel der nachhaltigen Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in den ersten Arbeitsmarkt: „Ein Weg sind arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wie der Fahrgastservice. Mit der Qualifizierung durch Arbeitsförderungsgesellschaften wie der GAFÖG werden die Teilnehmenden schrittweise wieder an Arbeitsabläufe herangeführt, um ihnen im Anschluss an die Maßnahme die Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Das Ziel ist ein Arbeitsvertrag.“ Die enge Zusammenarbeit mit der BOGESTRA eröffne entsprechende Perspektiven, ist Andrea Henze überzeugt.

Der Fahrgastservice sei zudem eine große Hilfe für Menschen, denen es aufgrund einer Behinderung oder ihres Alters schwerfällt, Bus und Bahn zu nutzen, weiß Stadträtin Henze. „Denn oft sind es gerade diese Menschen, die auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sind. Deshalb freue ich mich, dass die Wünsche und Anregungen aus dem Beirat für Menschen mit Behinderungen und dem Beirat für Senioren nach entsprechenden Hilfen nun umgesetzt werden“, so Andrea Henze.

Einer der Teilnehmenden an der Maßnahme Fahrgastservice ist Mathias Wolf. „Ich helfe beim Kauf eines Tickets am Automaten, beim Finden der richtigen Verbindung oder auch beim Einsteigen oder Aussteigen, wenn jemand zum Beispiel mit dem Rollator unterwegs ist“ beschreibt er die Aufgaben des Fahrgastservice.  Mit dabei ist auch Sascha Richter, der dank der Schulungen durch die BOGESTRA und die Arbeitsförderungsgesellschaft GAFÖG gut vorbereitet ist. „Ich kenne nun unterschiedliche Bereiche des Öffentlichen Personennahverkehrs und damit verbundene Aufgaben, weiß aber auch auf Kundinnen und Kunden zuzugehen. Außerdem habe ich ein Deeskalationstraining durchlaufen“ gibt Sascha Richter einen kleinen Einblick in die Vorbereitung.

Das Angebot wird komplett über die Arbeitsförderungsgesellschaft GAFÖG durchgeführt und durch die kommunale Förderung der Städte Bochum und Gelsenkirchen sowie der jeweiligen Jobcenter finanziert.

„Mit der Qualifizierung haben wir im Dezember des letzten Jahres begonnen. Im Januar schloss sich ein Praktikum auf einem BOGESTRA-Betriebshof in Bochum an“, erläutert Ekard Opretzka, Projektleiter für das Projekt bei der GAFÖG.

Die BOGESTRA sieht einen direkten Vorteil im Projekt. Alexandra Medzech, Geschäftsbereichsleiterin Personal und Organisation bei der BOGESTRA, sagt: „Wir freuen uns, dass Fahrgästen durch das Projekt der GAFÖG ein größeres Serviceangebot zur Verfügung steht. Dadurch wird der ÖPNV in Bochum und Gelsenkirchen noch attraktiver.“ Über die Stärkung des Kundinnen- und Kundenservice hinaus, möchte man bei der BOGESTRA durch die arbeitsmarktpolitische Maßnahme Fahrpersonal gewinnen.

Die mögliche Jobperspektive im Fahrdienst der BOGESTRA wurde bei dem Projekt Fahrgastservice von Anfang an mitgedacht. „Dazu war es nötig und hilfreich sich mit dem potenziellen Arbeitgeber bei der Konzeption eng abzustimmen. Darüber hinaus sind wir auch im laufenden Prozess im steten Austausch“, betont GAFÖG-Geschäftsführer Folker Gebel. Zum Gelingen des Projekts habe auch die gute Zusammenarbeit mit den Jobcentern Bochum und Gelsenkirchen beigetragen: „Sei es bei der Aktivierung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer oder auch bei den Nachgesprächen.“

Das Jobcenter Gelsenkirchen unterstützt mit gezielten Maßnahmen die Eingliederung von Langzeitleistungsbeziehenden, um Kundinnen und Kunden den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. André Vomschloß, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters Gelsenkirchen betont: „Jeder Mensch hat Potenzial – unsere Aufgabe ist es, diese Chancen sichtbar zu machen und auf dem Weg in eine nachhaltige Beschäftigung zu unterstützen. Lebensläufe mit Umwegen können spannende Kompetenzen mitbringen, die auf den ersten Blick so nicht ersichtlich sind.“

Über den Fahrgastservice hinaus sind derzeit insgesamt 154 Menschen im Rahmen arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen nach Paragraph 16 i Sozialgesetzbuch II tätig – entweder direkt bei der Stadt Gelsenkirchen oder bei ihren gemeinnützigen Projektpartnern. Sie engagieren sich in verschiedenen Bereichen wie dem QuartiersService, Parkservice, Sportplatzservice, der offenen Ganztagsbetreuung oder dem Bauservice der Entwicklungsgesellschaft Neue Zeche Westerholt.

„Alle diese Menschen leisten eine wertvolle Arbeit für unsere Stadtgesellschaft, die unseren Respekt und unsere Anerkennung verdient“, betont Andrea Henze. Sie ergänzt: „Viele derjenigen, die im Rahmen des Sozialen Arbeitsmarkts gefördert wurden, haben erfolgreich den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt geschafft.“

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